Gedanken im Café au musée

Hannah hat mich heute früh aus dem Tiefschlaf geweckt. In der gewöhnungsbedürftigen Betonhöhle, die eigentlich ein ausgebauter Tunnel ist, habe ich erstaunlich gut geschlafen. Denke drüber nach, in ein Haus mit Gewölbezimmern einzuziehen. Oder mir welche bauen zu lassen...? Es ist viel zu kalt um fit zu sein, aber da ich schon einmal wach bin, mache ich mich direkt auf zum Musée Rodin .

Ich bin natürlich viel zu früh. Das Museum öffnet erst um 10:00h und so verlaufe ich  eine halbe Stunde um den Block, auf der Suche nach einem schnuckligen Café. Damit haben die Pariser es leider nicht so... Komme an zwei Brasseries vorbei, die mir zu dunkel sind, um mich hineinzuwagen. Schimpfe mich einen Feigling. Gehe trotzdem weiter. Mein Knie tut beim Laufen weh. Die Jeans scheuert bei jedem Schritt und ich bin mir sicher, dass der Stoff bald durchtränkt sein wird mit meinem Blut. Mindestens! Blödes Glatteis! Es hat heute Nacht noch einmal geschneit und zwar gerade so viel, dass die Gehsteige mit einer hauchdünnen, gefährl heimtückischen Eisschicht überzogen sind. Abdellah ist gerade auf dem Weg nach Marokko. Bin ein bisschen neidisch ...

11.2.10 09:45

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